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Die Zentralbahn, eine Tochtergesellschaft der SBB, hat seit dem 14. Dezember 2013 auf ihren Linien Luzern – Sarnen – Interlaken und Luzern – Stans –Engelberg einen neuen Fahrpan. Ich habe über die Festtage die neuen Angebote benutzt und stelle fest, dass die Auswirkungen auf die Postautoverbindungen in Ob- und Nidwalden sowie auf die Bergbahnen (z.B. Niederrickenbach, Treib-Seelisberg-Bahn) beträchtlich sind. Auch für die Schiffsfahrgäste vom Brienzer-, Sarner- und Vierwaldstättersee gibt es zum Teil markante Verbesserungen. Wie bereits bis anhin bestehen in Brienz und in Interlaken Ost optimale Schiffsanschlüsse für den Brienzersee. Im Hochsommer sind praktisch im Stundentakt die Übergänge schlank und trotzdem stresslos, da nur wenige Schritte zu gehen sind zwischen Bahn und Schiff. Zu den Gewinnern gehört auch die Sarnersee-Schifffahrt von Franz Weiss. Die seit Dezember 2004 gekappte Verbindung in Sachseln ist wieder zurück: Somit hält dort jeder Schnellzug von Luzern und von Interlaken gleichzeitig, wo die Schiffsanlegestelle ebenfalls in unmittelbarer Nähe liegt. In Sarnen selbst befindet sich der Bahnhof 1 km vom See entfernt. Franz Weiss: „Wir fahren Sachseln bis neun Mal täglich an. Beim Kurs Sachseln an 1125 warten wir die Zugsanschlüsse (an 1129) ab“. Überraschend brause ich nun mit dem sog. „Luzern-Interlaken Express“ und dem „Luzern-Engelberg Express“ in Hergiswil – dem bisherigen Knotenpunkt zwischen der Obwaldner- und der Nidwaldnerlinie – ohne Halt durch. Die Reisezeit verkürzt sich somit von Luzern nach Stans auf 13, jene nach Sarnen auf 18 Minuten. Wer mit dem öV von einem zum andern Halbkanton reisen möchte, hat nun die S-Bahn zu benützen, die ihrerseits aber in Giswil resp. Wolfenschiessen endet. Das heisst: umsteigende Schiffspassagiere in Hergiswil (acht S-Bahnanschlüsse), Stansstad (S-Bahn halbstündlich) und Alpnachstad (ebenfalls Halbtstundentakt) kommen nun leichter nach Luzern, Sarnen und Stans (Stanserhorn und Postauto Seegemeinden), nicht mehr aber nach Interlaken und nach Engelberg ohne zusätzlichem Umsteigen. Wie erwähnt wirkt sich der neue Fahrplan stark aus auf das ganze Postautonetz in Nidwalden, so auch für Beckenried und für das urnerische Seelisberg mit der Treib-Seelisberg-Bahn. Die Spinne Schiff/Postauto um x.30 Uhr in Beckenried fällt weg. Die Postautos kommen neu um x.14 (von Stans her) und x.43 Uhr (von Emmetten her) an mit den Schiffsanschlüssen um x.27/32. Die Postautos fahren neu ab x.44 Uhr (nach Stans) und x.15 (nach Emmetten). Dies ergibt mindestens eine Viertel Stunde Wartezeit. Der Vorteil ist, dass nun das Postauto nicht mehr abfährt, wenn das Schiff am Anlegen ist. Das kam doch in der Vergangenheit täglich vor, war fahrplantechnisch so vorgesehen und verursachte viele Reklamationen. Gut sind dafür die neuen öV-Verbindungen für Emmetten und Seelisberg geworden: Der Weg mit dem Postauto zur Seelisbergbahn und den nahtlosen Schiffsverbindungen Treib - Brunnen ergibt eine deutliche Zeitersparnis nach Arth-Goldau, Zug und Zürich gegenüber dem bisherigen Weg über Stans und Luzern. Ein Emmetter Pendler ist nun neu in kapp 2 Stunden in Zürich gegenüber 2 Stunden 20 wie bisher über Luzern. Leider ist in der elektronischen Fahrplanauskunft der SBB auf dem Weg nach Zürich ein Fehler programmiert, so dass man in Brunnen statt auf die S2 nach langem Aufenthalt auf den IR verwiesen wird. Auch die Fahrgäste der Treib-Seelisberg-Bahn profitieren vom neuen Fahrplan. Die Verbesserungen der Anschlüsse helfen mit, den Winterbetrieb der Treib-Seelisberg-Bahn attraktiver zu machen. Die Mehrleistungen sind in einer Zeit, wo der öffentliche Franken auch für den öV zweimal umgedreht wird, bevor ihn die Kantone ausgeben, keine Selbstverständlichkeit. MS Brienz erwartet in Brienz die Fahrgäste der Zentralbahn aus Luzern; auch in Interlaken gibt es seit neustem wieder tolle Anschlüsse. MS Seestern erhofft sich auf dem Sarnersee mit dem neuen Schnellzugshalt in Sachseln ebenfalls vermehrt Fahrgäste (Fahrplanfeld 3500 im Kursbuch S. 2843). In Beckenried fährt das Postauto nicht mehr „vor der Nase“ weg, dafür wartet man neu rund 15 Minuten aufs Schiff oder auf den Bus. Für die Treib-Seelisberg-Bahn (und für die SGV) ist der neue Fahrplan ein bedeutender Gewinn: weder ankommende noch abgehende Fahrgäste müssen in Seelisberg auf den Bus warten. Bild 4 Ch. Näpflin, Text und übrige Bilder H. Amstad
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Freitag, 03 Januar 2014 20:23











