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Ein Blick auf die Bilanzen 2013 aller Schweizer Schifffahrtsunternehmungen zeigt ein ähnliches Bild: Ausser auf dem Brienzer-, Hallwiler- und Greifensee lagen die Frequenzen z.T. deutlich unter den Werten des Vorjahres, was sich auch auf die finanziellen Abschlüsse auswirkte. Dies hatte zwei Gründe: das Wetter war im 2013 bis zum Sommer miserabel und im Jahr 2012 wurden die Zahlen wegen der UBS-Jubiläumsaktion (für 5 Franken ein Tag auf den See) in die Höhe getrieben. Christoph Straub, der sein 10-jähriges Jubiläum als Verwaltungsratspräsident der Zugersee Schifffahrt feiern konnte, musste an der GV der SGZ die gleiche Feststellung machen: 20 000 Gäste weniger sind auf insgesamt 133 000 ein Jahr zuvor kein Klacks. Vor 2012 übernahm der Kanton Zug (und bei der Ägeriseeschifffahrt zusätzlich die Gemeinden Ober- und Unterägeri) jeweils die Defizite. Seit dem 1.1.2012 gibt es nun ein neues Finanzierungsmodell. Die beiden Schifffahrtsgesellschaften müssen dem Kanton Zug jährlich ein Angebot machen und dann den Leistungsauftrag zugesprochen bekommen. Die Schifffahrtsgesellschaften müssen dabei einen Kostendeckungsgrad von 60% erreichen. Von den andern 40% übernimmt der Kanton zwei Drittel, die 11 Zuger Gemeinden sowie der Schwyzer Bezirk Küssnacht und die Gemeinde Arth, die beide über eine Anlegestelle verfügen, den andern Drittel, abhängig von der Anzahl der Einwohner. Dank dieser neuen Finanzierung konnte die SGZ trotz der schlechten Saison mit einem kleinen Überschuss von CHF 32 786.- aufwarten. Diese Lösung finde ich einen tollen Beitrag zum „Service publique“. Jeder einzelnen Gemeinde tut dies finanziell nicht weh und so ist es möglich, dass eine öffentliche Schifffahrt überleben kann. In den Grussworten des Regierungsrates unterstrich Urs Hürlimann an der GV die Bedeutung der Zugersee-Schifffahrt: „Der See und seine Schiffe sind ein Standortvorteil für Zug“. Dafür erhielt er Applaus im Saal. Er wird aber auch in regelmässig durchgeführten Befragungen unter den Firmen, die im Kanton Zug ihre Niederlassung haben, bestätigt: Nicht der Steuervorteil steht laut Umfragen an erster Stelle über Motive zuziehender Firmen, sondern die Lebensqualität für die Mitarbeitenden und die gute Infrastruktur. Eine Schifffahrt trägt dazu bei. Bruno Meyer, Leiter Schifffahrt, wartete mit einer Fahrplanneuigkeit für das Jahr 2015 auf. Erfreulicherweise gibt es an Samstagen neu um 12.45 und 14.45 je eine zusätzliche Rundfahrt ab Zug via Oberwil, Walchwil, Buonas und Cham. Die Werktagskurse nehmen besser Rücksicht auf den öV (SBB von Luzern und Zürich an .30 und .00): der erste Kurs verlässt Zug um 0945 (statt um 0900 wie bisher), der zweite um 1215 und der dritte um 1515. Unabhängig vom Osterndatum will man künftig die Saison mit dem Beginn der Zuger Frühlingsferien starten, also in der KW 16 (Mitte April). Unter „Verschiedenem“ gab es eine weitere Wortmeldung. Tony Spiellmann legte der SGZ ans Herz, die Schiffshorne deutlicher und lauter zum Ertönen zu bringen und allenfalls zu prüfen, die bestehenden durch maritimere Töne (wie auf dem Neuenburgersee) zu ersetzen: „Das ist eine sympathische Werbung und so wird in Erinnerung gerufen, wieder mal auf den See zu gehen.“ Was vielleicht der Votantin entgangen ist: seit Benj Schacht der neue Betriebsleiter ist vernimmt die Zugersee-Bevölkerung das Schiffshorn bereits deutlicher als früher. Cyrill Weber, CEO der Unternehmensgruppe ZVB nahm in seinen Worten auch Bezug auf MS Schwan, das im Besitz der SGZ ist und dessen Betrieb der Schiffs-Agentur übergeben wurde; er dankte allen Beteiligten für die schöne Flottenparade am 10. Mai 2014. In Cham entstand im Zuge der neuen Ufergestaltung eine grosszügige Schiffs-Anlegestelle; ein ferngesteuerter Hebesteg kann jedem Wasserstand und den verschiedenen Schiffstypen angepasst werden. Traditionsgemäss gibt es nach der GV jeweils heisser Beinschinken mit Kartoffelsalat – der Koch Helmut Schweinberger von der Beat Zürcher Kulinaria AG ist bereit für den Ansturm. Die beiden Schiffe Rigi und Zug werden jeweils für die Rundfahrt zusammengebunden. Text und Bilder H. Amstad PS. Eine Zugersee-Aktie hat einen Nominal-Wert von CHF 100.- und kann für diesen Preis bei Zuger Kantonalbank gekauft werden. Die Naturaldividende beträgt 5 Franken pro Aktie. Am Tag der GV fahren Aktionäre gratis Schiff und am Abend ist das Essen nach der GV offeriert (ohne Getränke). Die kommende GV findet am Dienstag, 16. Juni 2015 statt.
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Donnerstag, 19 Juni 2014 14:24












