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Gestern Freitag, 2. September trat die „Pilatus“ die allerletzte Fahrt an, allerdings schon nicht mehr aus eigener Kraft. Die „Brunnen“ nahm ihre um 25 Jahre ältere „Schwester“ liebevoll an die Seite und schleppte die ausgeweidete „Pilatus“ von der Luzerner Werft nach Rotzloch. Hier wird sie nun durch die Firma Reycling Center Walther abgewrackt. Das Schiff wurde am 10. Dezember 1966 in Betrieb genommen und gleich am nächsten Tag für die Winterkursfahrt eingsetzt. Im Sommer versah es Jahrzehnte den Kursdienst in den Küssnachtersee. Als Hochzeitschiff beglückte es Hunderte von Brautpaare. Die nautischen Eigenschaften hingegen waren von Anfang an umstritten: Es war das einzige Verstellpropeller-Kursschiff auf dem Vierwaldstättersee, somit von den Fahreigenschaften her ein "Exot". Nach der Inbetriebnahme der „Cirrus“ kam das Ende; die "Pilatus" diente dann als Büro für die Produzenten des in Luzern gedrehten Fernsehkrimis «Tatort». Danach wollte der deutsche Unternehmensberater Wolfgang Steck, der heute bereits auf der Themse in London auf einem ehemaligen Neuerburgersee-Schiff lebt und arbeitet, die „Pilatus“ nach Venedig bringen. Doch Umsetzungsprobleme liess ihn vom Vertrag wieder zurück treten, was nun das physische Ende des Schiffes bedeutet. Bild oben: ein letztes Mal unter der Achereggbrücke durch; Bild unten: auf dem Schrottplatz in Rotzloch (M. Bisegger, Text H. Amstad)
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Samstag, 03 September 2011 18:15
Letzte Fahrt MS Pilatus
1 Kommentar
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Sonntag, 04 September 2011 13:03
gepostet von Amstad Claudia
kurz, interessant und irgendwie liebevoll, achtend geschrieben: super hat's auch noch stimmungsvolle Bilder:
weiter so und die Seite wird florieren ;-)









