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Freitag, 09 September 2011 11:56

MS Ville-de-Genève verschärft die Krise

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Die Radschiffe Vevey, Italie und Helvétie stehen schon seit einiger Zeit ausser Betrieb. Nun sind im Verlaufe des Sommers drei weitere Schiffe der Genfersee-Flotte CGN dazu gekommen: Die im Winter 2011 neu aufgepeppte „Rhône“ wartet mit einem Radschaufelbruch seit dem 19. August auf eine Reperatur und die „Montreux“ war bereits kurz nach Saisonbeginn ausgestiegen. Seit gestern steht mit der „Ville-de-Genève“ ein weiteres Schiff in Lausanne-Ouchy in der Werft, dies wegen eines Motorenschadens. Die vier Kurspaare zwischen (Lausanne) – Vevey – Bouveret sind kurzerhand gestrichen worden. Der sonst schon dünne Fahrplan bietet nun einen touristischen Service, der in dieser noch frequenzstarken Zeit für mich schwer verständlich ist. Da die „Chablais“ im letzten Jahr Hals über Kopf ebenfalls nach einem Motorenschaden subito verschrottet wurde, fehlen der CGN offensichtlich Schiffe.

Die Schifffahrts-Gesellschaft hinterlässt einen schwierigen Eindruck, die finanzielle Lage scheint dramatisch zu sein und eine gewisse Aussichtslosigkeit macht sich breit. Da diskutieren kantonale Politiker von Genf bis zum Wallis über namhafte Beiträge zur Erneuerung der Flotte und gleichzeitig kann ich als Fahrgast nur von einem sehr reduzierten Angebot profitieren. Da sammeln die aktiven Genfersee-Dampferfreunde ABVL zweistellige Millionenbeträge zur Erhaltung der weltweit einmaligen Radschiff-Flotte von acht Einheiten und gleichzeitig stehen in der Hochsaison fünf Radschiffe abgestellt in der Werft. Das tut weh und ich frage sich besorgt, wie das noch weiter gehen soll. Bilder: Sowohl die „Ville-de-Genève“ wie die „Rhône“ stehen still. (H. Amstad)

 

 

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