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Erst zum zweiten Mal in dieser Saison befuhr gestern Samstag das Dampfschiff Concordia (1926) den ganzen Comersee vom Heimathafen Como bis nach Colico. Und vielleicht war dies für lange Zeit auch gleich die letzte Fahrt dorthin. Unbestätigten Angaben zufolge soll die „Concordia“ für einige Jahre in die Werft für eine Neubekesselung und Sanierung der Aufbauten. Es wäre ratsam, Referenzen bei der SGV (DS Unterwalden) in Luzern einzuholen, bevor die italienische Herstellerfirma des Kessels auch den Comersee beliefert. So schmerzlich diese Pause wäre, so erfreulich ist sie trotzdem: Es wäre ein untrübliches Zeichen dafür, dass dieses Schiff noch lange fahren wird. Und ausserdem wäre es eine akustische Erlösung, denn die momentanen Ölbrenner machen einen unerhörten (!) Lärm und beeinträchtigen das Fahrvergnügen. Diese besondere Fahrt des Kurspaares 12/47 verdankten wir ganztägigen Extrafahrten der Gross-Motorschiffe Manzoni und Orione. Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welchem Können die italienische Mannschaft den technisch urtümlichen Dampfer zu Anlegestellen manöveriert, die nur mit engen Anfahrtsradien zu bewältigen sind, wie z.B. in Nesso oder Dongo. So wird der Steuermann am Abend seine Armmuskeln bestimmt spüren: Auf der 9-stündigen Fahrt legte die „Concordia“ 52 Stationen an – und dies ohne Steuerhilfe jeglicher Art. Bilder: Typisch „Concordia“: das grosszügige Vordeck (Bilder H. Amstad) und die ruhig laufende 600-PS starke Dreifach-Verbundmaschine (Bild M. Gavazzi, Text: H. Amstad) |
Sonntag, 25 September 2011 18:56










