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Hans Meiner (71) ist seit einigen Wochen ad interim Leiter Schifffahrt Berner Oberland. Nach seinen erfolgreichen Erfahrungen als (einer der) Erfinder des schweizerischen SBB-Taktfahrplanes und als ehemaliger Direktor der SGV weiss er, wie der Umgang Schifffahrt mit dem öffentlichen Verkehr funktioniert. Das Sprichwort „Neue Besen kehren gut“ möchte man ergänzt haben mit „Alte Besen kehren besser“. Denn Meiner ist es gelungen, innert kürzester Zeit den Konzern BLS zu überzeugen, dass mit ständigem Leistungsabbau weder Geld noch Goodwill zu gewinnen ist. Konkret heisst das, dass die öv-benutzenden Schiffpassagiere zu vernünftigen Anschlüssen kommen, dass die Berner Bevölkerung und die zahlreichen Touristen im kommenden Jahr wieder vermehrt und vor allem bis Ende Oktober die herrlichen Berner Oberländer Seen geniessen können und last but not least, dass auch die beiden Dampfschiffe wieder mehr unterwegs sind. Auf dem Brienzersee werden die Kurse neu so gelegt, dass die Schiffspassagiere direkten Anschluss in Richtung Ballenberg, Brienzer Rothorn oder Brünig haben – und umgekehrt. Sogar an den Walliser Markt denkt Hans Meiner. Er hat erreicht, dass die Abfahrtszeiten der Kursschiffe in Thun auf die Ankunftszeiten der IC-Züge aus dem Wallis abgestimmt sind. „So können Leute innerhalb von 40 Minuten von Visp aufs Schiff kommen.“ Gute Aussichten, nachdem die BLS die Quittung für den diesjährigen Fahrplan 2011 mit den unkoordinierten Anschlüssen und dem Leistungsabbau bitter zu spüren bekommt: Ein Einbruch der Fahrgastzahlen von 20% dürfte negativer Schweizer Rekord in diesem Jahr bedeuten. (Bilder: Dr. H. Meiner mit am Steuer, unten: Gute Aussichten auf der „Berner Oberland“ für 2012, H. Amstad)
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Freitag, 30 September 2011 19:38









