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Wir erlebten von gestern auf heute Sonntag eine der schönsten Silvesternächte. Minutiös organisiert durch Otmar Egli, Irène Foulk, Kurt Hunziker und Röbi Knöpfel feierten wir im privaten Rahmen auf dem schmucken, 85-jährigen Motorschiff Reuss der SGV. Nach einer am späten Nachmittag organisierten Werftführung durften die Gäste ein erstes Mal auf das Sachsenberg-Schiff, wo uns ein feiner Apéro erwartete. Beim Anstossen lernten sich die Gäste untereinander kennen, gar manch bekannte Gesichter sahen sich seit Jahren nicht mehr. Die Ausfahrt mit der festlich dekorierten „Reuss“ liess das missliche Wetter schnell vergessen: das Schiff ist sehr gut beheizbar und erinnert dabei an die früheren zahlreichen Wintereinsätze. Jetzt aber schlägt der „Reuss“ die letzte Stunde. Das Schiff kann morgen verkauft werden, womit dann diese Silvesterfahrt die letzte gewesen wäre. Die alte Lady kann aber auch noch in einem Jahr in der Flottenliste sein. In diesem Fall müsste die SGV noch in einen neuen Datumsstempel investieren, denn – Ironie des Schicksals? – am 31.12.2011 endet das Stempelband des MS Reuss. So konnte ein entsprechender Wunsch eines Gastes nach Mitternacht nicht erfüllt werden, weil es kein „01.01.2012“ mehr gab... Ein schmackhaftes und liebevoll angereichertes Fondue Chinoise gab es anschliessend auf DS Wilhelm Tell am Schweizerhof-Quai in Luzern. Die Crew von Edi Räber hatte jederzeit das Steuer im Griff, obschon sämtliche Schiffsplätze ausgebucht waren. Ein mit der „Reuss“ bedrucktes Whiksyglas, ein Edmondson’sches Billet und vieles andre waren reizende Accessoires, die den Abend begleiteten. Während dem Essen, Geniessen und fröhlichem Zusammensein verliessen nicht weniger als sechs Salonschiffe Luzern, hinaus in die regnerische und windige Silvesternacht. Zwei von ihnen, die Familienschiffe Winkelried und Brunnen kehrten dann bereits um 22 Uhr zurück. Um 23 Uhr hiess uns die „Reuss“ unter der Kapitäns-Führung von Cyrill Obrist ein zweites Mal willkommen. Eine Fahrt in den Küssnachtersee hatte das Ziel, in Parallelfahrt die „Unterwalden“ zurück nach Luzern zu begleiten. Um im wahrsten Sinne des Wortes 5 vor 12 zusammen mit dem Dampfer, mit uns, mit MS Europa, Gotthard und Waldstätter direkt vor der Seebrücke zu parodieren und den Mitternachtsschlag abzuwarten. Ein Rotkäppchen-Saft in der einen, ein Wunderkerzchen in der andern Hand: gespannt waren wir bereit für den kommenden Moment des Jahresüberganges. Gar manch hartgesottener „See“-Fahrer hatte Tränen in den Augen, als um 00.00 Uhr die Schiffe vor den Menschenreigen auf der Seebrücke zum lang andauernden Schiffshorn-Konzert ansetzten. Bilder: MS Reuss in der Silvesternacht am Schweizerhofquai in Luzern; noch wenige Sekunden trennen uns vom Neuen Jahr mit Blick auf dem Reuss-Fenster in Richtung KKL, wo eine übergrosse Uhr projiziert wurde. Text und Bilder: H. Amstad
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Sonntag, 01 Januar 2012 19:18









