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Sonntag, 29 April 2012 06:54

41. Bodensee-Sternfahrt vor herrlicher Föhnkulisse

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Der Blick von den Schlossanlagen Meersburg hinunter auf den Hafen, hinaus aufs Schwäbische Meer, hinüber auf die Schweizer Seite mit den noch tief verschneiten Voralpenkranz und dem „Höhepunkt“ Säntis ergreift mich jedes Mal. Und wenn dann noch die sechs Schiffe der Flottensternfahrt sich zu den zahlreichen Kurschiffen gesellen, dann ergibt dies zusammen mit dem warmen Föhnwetter ein perfektes Bild. Die „Stuttgart“ kommt von Konstanz her, die „Konstanz“ aus Friedrichshafen, die „Schwaben“ aus Lindau, die „Vorarlberg“ aus Bregenz, die „Schaffhausen“ aus der gleichnamigen Stadt und die „St. Gallen“ aus Romanshorn.

Die 41. Flottensternfahrt vom Bodensee erweist in diesem Jahr Meersburg die Ehre, um den 300. Geburtstag des Neuen Schlosses zu feiern. Der sogenannte Bürgertag ist seit Herbst 2010 für 4,7 Millionen Euro aufwändig restauriert worden. Die barocke Residenz des Fürstbischofes steht nun anlässlich der Flottensternfahrt offen, wo auch ein Empfang stattfindet. Anschliessend begebe ich mich auf die „Vorarlberg“, die in Meersburg weitere Teinehmende aufnimmt. Ob auf dem Genfer- oder Vierwaldstättersee, wo solche nautischen Grossanlässe stattfinden, ist für mich der spannendste Moment jeweils das „Sich-Einfinden“ der Schiffe: da gibt es spezielle Manöver zu wechselnden Lichtverhältnissen, Kreuzungen und Formationsbilder von grosser Seltenheit. Die Stimmung ist erwartungsvoll und aufregend, das „Drehbuch“ steuert einem Höhepunkt zu.

Und dann ist er gebildet, der Stern, wo Bug und Bug sich immer mehr nähern, so nahe, dass Wein- und Sektflaschen durch Crewmitglieder freundschaftlich ausgetauscht werden. Auch wenn man kein Freund von Marschmusik ist: wenn alle Blaskapellen dann die Hymne „Die Fischerin vom Bodensee“ synchron anstimmen rührt das mein Herz. „Auf dem Bodensee gibt es keine Grenzen“, appelliert der Moderator vom MS Vorarlberg an die versammelten sechs Schiffe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und so war es auch: an Bord der Schiffe war nichts zu spüren von den unüberhörbaren Differenzen zwischen der Schweizer und der deutschen Flottenführung vom vergangenen Winter, die darin gipfelten, keinen gemeinsamen Fahrplan 2012 mehr heraus zu geben. An diesem strahlenden Tag der Sternfahrt vergesse ich das brachliegende Potential einer wirklich guten Zusammenarbeit unter den Bodensee-Schifffahrtsgesellschaften, die fehlende Abstimmung von Kursanschlüssen oder ein konsumentenfreundliches Tarifsystem. An diesem Tag waren die Leute vor allem eines: glücklich mit einem schönen Erlebnis am Abend heimgekehrt.

Einfinden der internationalen Bodenseeschiffe in Meersburg;  die Sternbildung der beteiligten sechs Schiffe;  trotz Föhnwind beeindruckt die Manöverierkunst der Kapitäne, wo die Flaschen edlen Inhalts die Besitzer wechseln;  imposantes Schsauspiel vor Meersburg. Foto unten: R. Knöpfel, Text und übrige Fotos H. Amstad.

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Konrad Hormel,Kreuzweg 19,64720 Michelstadt Montag, 26 November 2012 14:13 gepostet von Konrad Hormel,Kreuzweg 19,64720 Michelstadt

    Vor Jahren habe ich mit meiner Frau(leider verstorben)anläßlich eines Urlaubs in Kressbronn diese Sternfahrt zur Saisoneröffnzng derWeißen Flotte mitgemacht.Nachdem die Flotte den Stern formiert hatte und die Kapellen gemeinsam das Lied "Die Fischerin vom Bodensee"gespielt hatte,da konnten wir vor Rührung die Tränen nict zurückhalten. Sehr ergreifend.Im nächsten Jahr= am 27.April 2013- bin ich wieder dabei !Kann man jetzt schon Karten -wieder ab Kressbronn-kaufen ?

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